BLG behauptet, sich zu behaupten

Bremen, 08.05.2014 – Auf der Bilanzpressekonferenz am 7. Mai in Bremen berichtete der BLG-Vorstand über die Ergebnisse des Geschäftsjahres 2013. Der Umsatz wuchs, das operative Ergebnis ging zurück.


BLG-Chef Frank Dreeke: „Für 2013 wurde prognostiziert, dass sich die Konjunktur abschwächen werde. Das ist auch so eingetreten. Weltweit war es ein schwieriges Jahr mit besonderen Ausprägungen für einzelne Branchen und in einzelnen Regionen der Erde.“

Und weiter: „Trotz der insgesamt nicht zufriedenstellenden gesamtwirtschaftlichen Entwicklung haben wir beim Umsatz einen Zuwachs erreichen können. Für 2013 weisen wir knapp 1,2 Milliarden Euro aus. Das entspricht einer Steigerung von 3,1 Prozent.“ Zu verdanken sei dies dem Wachstum der Bestandskunden und Neugeschäften, insbesondere im Geschäftsbereich Kontraktlogistik. Die schwierige Konjunkturlage habe jedoch zu verschärftem Wettbewerb und erheblichem Preisdruck geführt. Dies zusammen mit der rückläufigen Entwicklung in der Bereichen High & Heavy und Offshore-Logistik bewirkte den Rückgang des operativen Ergebnisses auf 37 Millionen Euro (Vorjahr 48,6). Das Ergebnis wird durch die Entkonsolidierung des Engagements in der Ukraine geschmälert. Die BLG musste ihre Erwartungen aufgrund der Krise und der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung zurückschrauben. Die Entkonsolidierung bedeutet für die BLG eine Wertberichtigung von 16,6 Millionen Euro und verringert das Vorsteuerergebnis auf 20,2 Millionen Euro. Dennoch soll der Hauptversammlung am 30. Mai vorgeschlagen werden, wiederum eine Dividende von 40 Cent pro Stückaktie auszuschütten.

2013 wurden im Geschäftsbereich Automobillogistik insgesamt 7,5 Millionen Fahrzeuge umgeschlagen, transportiert oder technisch bearbeitet. Das waren etwa 100.000 Fahrzeuge mehr als im Vorjahr. Damit bestätigte die BLG ihre Position als Marktführer in der europäischen Automobillogistik. Der größte Standort ist Bremerhaven mit 2,18 Millionen Fahrzeugen im vergangenen Jahr. Dort wuchs der Umschlag gegenüber 2012 noch einmal um 30.000 Fahrzeuge. Die Zahlen werden hauptsächlich vom Export nach Asien und in die USA getragen, der bei einem Anteil von etwa 80 Prozent liegt. Die Importe haben sich im Laufe der letzten Jahre auf nur noch 20 Prozent reduziert. Asiatische Hersteller haben in Osteuropa neue Werke aufgebaut, aus denen auch die westeuropäischen Märkte bedient werden. Davon profitieren zwar die Autotransporte und der Autoterminal Kelheim, aber die Fahrzeuge kommen nicht mehr über Bremerhaven.

„Die Konjunkturaussichten für 2014 lassen ein weiteres schwieriges Geschäftsjahr erwarten“, so Frank Dreeke. Die wirtschaftliche Erholung in Europa werde nur langsam vorangehen. Politische Krisen könnten Einfluss auf den weltweiten Handel haben. Dreeke: „Wir setzen alles daran, unsere Geschäfte profitabel zu gestalten und die eingeleiteten Effizienzsteigerungs- und Restrukturierungsprogramme konsequent umzusetzen.“ Insgesamt erwartet die BLG in diesem Jahr einen leichten Anstieg des Umsatzes und ein operatives Ergebnis etwa auf dem Niveau von 2013.“ red

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss