BGl attackiert Winfried Hermann scharf

Frankfurt am Main, 25.12.– Der Bundesverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung (BGL) und Winfried Hermann, Vorsitzender des Verkehrsausschusses des Bundestags, werden so schnell keine Freunde mehr. Der Verband attackiert ihn rüde wegen der Winterreifen-Verordnung.Demnach, so der höchst mokierte BGL, habe der grüne Bundestagsabgeordnete gesagt, dass es nicht ausreiche, „für Busse und Lkw Winterreifen nur auf der Antriebsachse vorzuschreiben“. Diese Aussage zeugt nach Ansicht des BGL von wenig Sachkenntnis. Fakt sei, dass die Lkw-Bereifung im Winter nicht nur für schneebedeckte, sondern auch für nasse und trockene Fahrbahnen geeignet sein müsse. Der Verband zitiert ein Gutachten der Prüforganisation DEKRA: „Es gibt keinen Reifen, der sowohl auf trockener als auch auf nasser als auch auf schneebedeckter und gefrorener Fahrbahn überall optimale Bedingungen aufweist.“  So sei es aus Expertensicht unstrittig, dass Lkw auf den Antriebsachsen mit Winterreifen und auf den übrigen Achsen mit regulären Lkw-Reifen ausgestattet werden.

Für ebenfalls bedenklich hält der BGL eine weitere Äußerung des Verkehrsausschuss-Vorsitzenden, wonach sich jetzt räche, „dass der Bundesverkehrsminister dem Jammern der Spediteure über zusätzliche Kosten mit falschen Zugeständnissen nachgegeben hat.“ Damit unterstelle Hermann in ehrverletzender Weise einem ganzen Wirtschaftszweig, vermeintliche Wirtschaftlichkeit über die Verkehrssicherheit zu stellen. BGL-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Karlheinz Schmidt: „Herr Hermann sollte sich lieber vorher sachkundig machen, bevor er sich zu Fachfragen äußert, und mit falschen Aussagen sein persönliches Ansehen und sein sicherlich hohes Renommee mit Klischeevorstellungen beschädigt. Der BGL steht ihm für ein Informationsgespräch jederzeit gerne zur Verfügung.“

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