Beluga-Krise: BILD macht Angst, Stolberg-Anwalt attackiert Oaktree

Bremen, 10.03. – Es gibt Neuigkeiten zur Krise der Bremer Reederei Beluga Shipping: Nach Informationen der „BILD“-Zeitung droht Investor Oaktree Capital, am Montag, 14. März einen Insolvenzantrag zu stellen. Hanns Feigen, Anwalt des Ex-Belugachefs Niels Stolberg, attackiert indes den US-Investor.Wie LT-manager berichtete, hatte am 9. März ein Gespräch zwischen Oaktree Capital und den via Fonds an Beluga beteiligten Banken stattgefunden, die „BILD“-Zeitung will herausgefunden haben, dass Oaktree Capital bereits am 14. März Insolvenzantrag für Beluga stellen will – sofern die Banken nicht die Charterraten für die Belugaschiffe senken. Dies würde aus Bankensicht zu Einbußen der Eigentümer der Fondsanteile führen.

Und auch aus der Ringecke von Ex-Beluga-Chef Niels Stolberg gibt es Neues: Sein Anwalt Hanns Feigen erklärte gegenüber dem „Weser Kurier“, dass jeder, der die Vorwürfe gegen seinen Mandanten aufrecht erhalte, „nicht richtig ticken“ könne oder „zu viel getrunken“ habe. Inwieweit also der Geisteszustand des Managements von Oaktree eingeschränkt oder der Konsum berauschender Getränke zu ausgeprägt ist, wird sich im Laufe der Ermittlungen zeigen – Klappern und Säbelrasseln gehört ja auch zum Handwerk. Des weiteren erklärte Feigen, dass er seinem Mandanten Schweigen verordnet hätte und sich nicht über die Presse verteidigen wolle. Ob dieser Grundsatz auch für den Anwalt selbst gilt, sei dahingestellt. Ein Satz von Niels Stolberg ist dennoch überliefert: „Ich werde mich dem Verfahren und den mir gegenüber erhobenen Vorwürfen stellen“, hat er gegenüber dem  „Weser-Kurier“ erklärt. Auch das ist eher eine Nullnummer von einem Zitat, denn was bleibt dem Ex-Reeder anderes übrig? Auch für ihn gelten ldie deutschen Gesetze, die nicht vorsehen, dass sich ein Bürger aussuchen kann, ob er sich einem Verfahren stellt oder nicht. ms

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss