Belugas Insolvenzverwalter gibt sich optimistisch

Bremen, 18.03. – Seit wenigen Tagen ist Edgar Grönda, Insolvenzverwalter von Beluga Chartering und Beluga Shipping, der neue Hoffnungsträger der Mitarbeiter der einst stolzen Reederei: Während einer Mitarbeiterversammlung machte er der Belegschaft Mut.

In den nächsten Tagen werde es nun vor allem darum gehen, in gezielten Gesprächen mit den Gläubigern eine neue Vertrauensbasis zu schaffen. Weltweit gebe es Fracht, gebe es Kunden und gebe es Schiffe, die Fracht bräuchten. Es käme nun darauf an, die gegenwärtigen Irritationen bei den Beluga-Geschäftspartnern zu beseitigen.

Auf Grund der Reaktionen aus der Beluga-Belegschaft habe er den Eindruck, dass es eine große Bereitschaft gäbe, gemeinsam für das angeschlagene Unternehmen zu kämpfen, sagte der vorläufige Insolvenzverwalter.

… heißt es in einer offiziellen Mitteilung aus dem Hause Beluga, die Überschrift spricht gar von Applaus, den die Belegschaft ihrem Retter gespendet haben soll. Ob die Meldung angesichts des Umstands, dass nahezu alle Schiffe der Beluga nicht mehr für Beluga fahren und nur ein Schiff, das man hat, Fracht transportieren kann, wird sich zeigen.

Indes hat sich auch Ex-Firmenchef Niels Stolberg in den Medien geäußert: Er sagte dem „Weser Kurier“: „Für mich sieht es so aus, als ob Oaktree Beluga bewusst in die Insolvenz gedrückt hat“. ms

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