Beluga Group und Hochtief trennen sich

Essen/Bremen – 13.07. – Die eine Hälfte ist insolvent, die vermutlich bessere andere Hälfte möchte weitermachen: Das JointVenture Beluga Hochtief Offshore zwischen der Reederei Beluga Group und dem Baukonzern Hochtief ist Geschichte. Belugas Anteile wurden an das Unternehmen GeoSea veräußert. Das JointVenture zum Bau und Unterhalt von Offshore-Spezialhubschiffen wird nach der Veräußerung des 50-Prozent-Anteils von Beluga Group – einem der wenigen noch wertvollen Assets der insolventen Reederei – künftig unter dem Namen HGO Infra Sea Solutions GmbH & Co. KG betrieben, an der Seite von GeoSea steht nach wie vor Hochtief. Über den Kaufpreis wurde nichts bekannt, einzelne Medien spekulieren über einen Betrag zwischen 20 und 30 Millionen Euro. GeoSea ist eine Tochter der belgischen DEME-Gruppe, der Deal hat seit dem 1. Juni 2011 wirtschaftliche Wirkung. HGO Infra Sea Solutions entwickelt, baut, bereedert und verchartert Spezialschiffe, die Offshore-Windparks sowie Öl- und Gasanlagen errichten und instandsetzen.

Henner Mahlstedt, Vorstandsvorsitzender von Hochtief Solutions: „Die Leistungen der beiden Gesellschaften ergänzen sich optimal und machen das Gemeinschaftsunternehmen zu einem noch stärkeren Anbieter. Da die Nachfrage nach Offshore-Errichtergerät enorm groß ist, planen wir den Bau weiterer Spezialschiffe.“ Mit der „Innovation I“ baut HGO Infra Sea Solutions zurzeit das nach Firmenangaben leistungsfähigste Kran-Hubschiff im Offshore-Markt: Das Schiff wird ab Mitte 2012 mit einer Zuladung von 8 000 Tonnen und einer Krankapazität von 1.500 Tonnen in Wassertiefen von bis zu 50 Metern operieren. Erster Einsatzort der Innovation I soll der Offshore-Windpark Global Tech I werden. Alain Bernard, Vorstandsvorsitzender der DEME-Gruppe: „Es wird das Gerät der Wahl für die Errichtung von Turbinen mit Leistungen von fünf bis zehn Megawatt. Die Innovation I wird die Montage- und Servicezeiten für die neueste Generation von Offshore-Windturbinen erheblich reduzieren. Im Öl- und Gas-Markt ist das Schiff für ein breites Einsatzspektrum bestens geeignet.“ red

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Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss