Beluga-Chef Niels Stolberg attackiert internationale Gemeinschaft

Foto: Beluga Shipping.

Bremen/Frankfurt, 02.02. – Die Bremer Reederei Beluga Shipping, Eigentümer der vor kurzem vor Somalia entführten MS Beluga Nomination (wir berichteten), sucht die Öffentlichkeit: In einem Interview mit der „FAZ“ übt Beluga-Chef Niels Stolberg harte Kritik.Das Interview ist auf der Website der „FAZ“ zugänglich. Stolberg bestätigt in dem Gespräch mit FAZ-Autor Johannes Ritter, dass die Piraten den Bootsmann des Schiffes erschossen haben, das Schicksal von zwei weiteren Besatzungsmitgliedern sei bis dato noch ungeklärt. „Die internationale Gemeinschaft hat versagt“, erklärt Stolberg und kündigt an, dass auf den nächsten gefährdeten Schiffen der Reederei „garantiert private Sicherheitskräfte an Bord gehen werden“.

Der Verband deutscher Reeder VdR hat indes eine Stellungnahme veröffentlicht (Download des PDFs der Mitteilung hier), in der die Reeder unter anderem fordern, dass Soldaten die gefährdeten Schiffe begleiten. Zur rechtlichen Situation solcher Einsätze kommentiert der Verbandspräsident Michael Behrendt ebenso klar wie richtig:

„Die Bundespolizei dürfte rechtlich, kann aber faktisch nicht; die Deutsche Marine könnte faktisch, darf aber rechtlich nicht; diese Blockade muss endlich auch in Deutschland für
den wirksamen Kampf gegen brutale Piraterie aufgebrochen werden“.

Das Thema wird die Branche noch länger beschäftigen, LT-manager hält Sie auf dem Laufenden. ms

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