Allianz pro Schiene, aber contra Lang-Lkw

Berlin, 10.07. – So langsam schießt sich die Allianz pro Schiene warm für den Kampf gegen den Feldversuch mit Lang-Lkw und spricht angesichts der jüngsten Entwicklung von „äußerstem Befremden“.Grund für die Irritation ist nach Angaben der Initiative die Ankündigung des Bundesverkehrsministeriums, den für 2011 geplanten Feldversuch mit Monstertrucks ohne Teilnahme-Kriterien und ohne Mengenbegrenzung durchzuführen. „Offenbar darf bei diesem Test jeder einfach mitfahren“, kritisierte Allianz pro Schiene-Kampagnenchef Martin Roggermann: „Und offenbar werden hier alle Sicherheitsbedenken beiseite gewischt. Dass diese überlangen Fahrzeuge schwerer zu beherrschen sind, verursacht anscheinend keinerlei Kopfzerbrechen mehr.“

Zudem warnte der Kampagnenchef vor einem Alleingang gegen den Willen der Bundesländer:„Die Verkehrsministerkonferenz hat sich 2007 geschlossen gegen einen Dauereinsatz von Riesen-Lkw ausgesprochen und auch neue Testversuche mit überlangen Fahrzeugen abgelehnt. Ein Massenversuch mit niedrigen Qualitätsstandards und einer Meldepflicht als Feigenblatt, ist ein Affront gegenüber den Ländern.“ Amüsant am Rande ist, dass offenkundig auch bei der Allianz pro Schiene sich der Trend zu einer eindeutigen Bezeichnung für die größeren Lkws durchgesetzt hat, denn in Überschriften spricht sie von „Monstertrucks“ und in den Zitaten dann von längeren Lkws oder „Riesen-Lkws“. ms

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