Hapag-Lloyd mit besseren Zahlen

Hamburg, 29.08.2017 – Im ersten Halbjahr 2017 erzielte Hapag-Lloyd ein deutlich besseres operatives Ergebnis und verzeichnete ein Wachstum der Transportmengen.

Die Fusion mit der United Arab Shipping Company (UASC) am 24. Mai 2017 trug dazu bei, dass das Unternehmen seine Marktposition stärken und auf den fünften Platz unter den weltweiten Linienschifffahrtsgesellschaften aufsteigen konnte. Die Transportmenge stieg in den ersten sechs Monaten um 14 Prozent auf 4,22 Mio. TEU. Darin sind etwa 250.000 TEU der UASC-Gruppe enthalten, die vom 24. Mai an konsolidiert wurde. Die kombinierte Frachtrate von 1,056 USD/TEU liegt 1 Prozent über der im ersten Halbjahr 2016 von Hapag-Lloyd erzielten Rate. Die Umsatzerlöse stiegen um 732,8 Mio. EUR auf 4.518,3 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 3.785,5 Mio. EUR), und enthalten 199,0 Mio. EUR aus der Einbeziehung der UASC-Gruppe.

Hapag-Lloyd erwirtschaftete im ersten Halbjahr 2017 ein operatives Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) von 360,4 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: 196,7 Mio. EUR). Das EBIT stieg auf 87,3 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -39,7 Mio. EUR), und das Konzernergebnis betrug -46,1 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -142,1 Mio. EUR). Das Halbjahresergebnis beinhaltet eine Reihe einmaliger Effekte, die mit der erstmaligen Konsolidierung des fusionierten Unternehmens zusammenhängen (Nettoeffekt EBIT: circa -19,0 Mio. EUR). Im zweiten Quartal des Jahres 2017 erzielte der Konzern ein EBIT in Höhe von 83,8 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -44,5 Mio. EUR) sowie ein Nettoergebnis von 16,0 Mio. EUR (Vorjahreszeitraum: -99,3 Mio. EUR).

„Der Markt für Containerschifffahrt bleibt anspruchsvoll, aber wir haben im ersten Halbjahr 2017 gute Fortschritte erzielt“, erklärte Rolf Habben Jansen, CEO der Hapag-Lloyd AG. „Wir konnten die Profitabilität deutlich steigern, und die Integration von UASC wird im dritten Quartal weitgehend abgeschlossen sein. Damit können wir schon sehr bald nach der Integration erste Synergien heben.“

Insgesamt wird erwartet, dass die Fusion mit UASC von 2019 an zu jährlichen Einsparungen von 435 Mio. USD führt, und ein Großteil dieser Einsparungen bereits im Jahr 2018 realisiert wird. Für das Jahr 2017 erwartet Hapag-Lloyd einen weiteren Anstieg des Transportvolumens; die Bunkerkosten sind im ersten Halbjahr 2017 gestiegen und werden für den Rest des Jahres auf diesem Niveau bleiben, und die durchschnittliche Frachtrate wird sich gegenüber 2016 nicht verändern. EBITDA und EBIT werden das Vorjahresniveau übertreffen.

Die UASC und ihre Tochtergesellschaften (UASC-Gruppe) sind seit dem Erwerbszeitpunkt 24. Mai 2017 in den Konzernzwischenabschluss der Hapag-Lloyd AG zum 30. Juni 2017 einbezogen. Damit sind die Angaben in der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage für das erste Halbjahr 2017 nur eingeschränkt mit den Vorjahreswerten vergleichbar. Dies betrifft insbesondere die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns, teilt das Unternehmen mit. red

Über Martin Schrüfer 1245 Artikel
Leitender Chefredakteur LT-manager und Materialfluss

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